Kochen mit Peter Scharff

Buchweizensalat mit Wurzelgemüse, Feldsalat und knackigen Granatapfelkernen

Peter Scharff, Eva Schmidt-Zöllner, Marco Blechschmidt

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Wer sagt eigentlich, dass Salat langweilig sein muss? 😏

In der neuen Podcast-Folge landet ein echter Farbtupfer auf dem Teller: Buchweizensalat mit Wurzelgemüse, Feldsalat und knackigen Granatapfelkernen. 🥗🍎

Eva erklärt, warum Buchweizen gar kein Getreide ist, obwohl man fast alles damit machen kann. Außerdem, warum Pastinake, Petersilienwurzel und sogar die kleinen Bitterstoffe im Salat mehr können, als viele denken.

Außerdem wird diskutiert: Ist Hanföl wirklich so besonders, wie alle behaupten? Und was unterscheidet eigentlich Rapsöl von Rapskernöl? 🤔

Ein kleiner Küchentrick darf natürlich auch nicht fehlen: Was eine heiß abgewaschene Zitrone und ihre Schale mit diesem Salat zu tun haben, erfahrt ihr ebenfalls. 🍋


🎙️ Mit Peter Scharff, Eva Schmidt-Zöllner und Marco Blechschmidt.

🎧 Den Podcast gibt's überall, wo es Podcasts gibt.


🥘 Lust bekommen, das Rezept selbst auszuprobieren? Das passende Rezept zum Nachkochen findet ihr hier: https://antenne-kl.de/category/peter-scharff-rezepte/


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SPEAKER_02

Schönen guten Morgen. Jürzüttel.

SPEAKER_00

Ja, Peter Schawitz hier.

SPEAKER_02

Was ist denn der Gute morgen heute? Was ist denn heute gut an dem Morgen?

SPEAKER_01

Dass wir zusammen sind, ist doch schon mal gut. Stimmt. Und dass wir jetzt gleich irgendwas leckeres machen werden. Und wir sprechen über Genuss. Genau. Und Liebe. Genau. Und Zusammensein. Das ist übrigens der Philosoph des Tages, Peter Schaaf, unser gelernter, eigentlich gelernter Koch und Konditor.

SPEAKER_02

Geiles gesagt.

SPEAKER_01

Eva Schmitz, auch mit dabei. Guten Morgen. Auf jeden Fall musst du auch noch.

SPEAKER_02

Was machen wir heute nochmal? Wir sprechen über Bücher. Äh, Buchweizensalat, würde ich sagen. Mit Wurzelgemüse und Granatenapfel. Granatenapfel. Gut. Dann, Eva, noch.

SPEAKER_01

Eva Grinzel. Bevor wir quasi in die Detailaufnahme gehen.

SPEAKER_00

Nee, gibt's viel zu erzählen.

SPEAKER_01

Sehr gut, dann gehen wir da rein. Nach einem Song. So, Buchweizensalat mit Wurzelgemüse und Granatapfel. Was gibt es da alles zu beachten? Zu loben oder vielleicht auch zu meckern.

SPEAKER_00

Nee, was ist das überhaupt? Es ist ein sehr eiweißreiches Pseudogetreide.

SPEAKER_01

Ein Pseudogetreide.

SPEAKER_00

Was ist ein Pseudogetreide? Also es sieht aus wie Getreide, lässt sich zu Mehl verarbeiten, allgemein wie Getreide verarbeiten, ist aber ein Knöterig-Gewächs. Also Pseudogetreide, da fasst man so ein paar Pflanzen zusammen, Buchweizen, Amarant, Quinoa. Das ist kein echtes Getreide, die gehören botanisch alle unterschiedlichen Pflanzenfamilien an. Aber die Verwendung ist ähnlich dem Getreide. Deshalb ist es ein Pseudogetreide. So, dann haben wir da so einen tollen Eiweißbaustein drin, Lysin. Das ist auch gut für stabile Knochen. Viel Vitamin E. Ein ganz toller Mix aus Magnesium, Kalium und Eisen. Also Buchweizen sollten wir ruhig öfters mal verwenden. Das macht auf jeden Fall Sinn. So, jetzt haben wir da ja nicht nur Buchweizen, sondern auch die schönen Wurzelgemüse. Da haben wir die Pastinaken. Die haben auch ganz, ganz viele Ballaststoffe, sind kalorienarm und haben ganz tolle ätherische Öle. Das merkt man auch schon am Geschmack. Also das ist auf jeden Fall auch was, was sich lohnt, öfters einzusetzen. Die Pedersilienwurzel haben wir auch dabei. Die hatten wir jetzt schon öfters in letzter Zeit. Das ist halt so ein klassisches Wintergemüse, so was man gut lagern kann. Feldsalat, nochmal jetzt zum Abschluss vom Winter den Feldsalat.

SPEAKER_01

Zelebrieren.

SPEAKER_00

Zelebrieren. Das ist einer der nährstoffreichsten Salatsorten, also wenn nicht der gesündeste Blattsalat. Granatapfelkerne, die passen übrigens auch super zum Feldsalat, finde ich. Sie kann man immer voll kombinieren. Die haben bereits in der Antike, in vielen Religionen eine besondere Bedeutung, die Granatapfelkerne. Auch der Saft des Granatapfels wird bereits in der Bibel erwähnt. Also das ist was ganz Bekanntes. Da sind viele Bitterstoffe drin, was positiv ist für die Verdauung und auch viele Polyphenole und die Farbe sagt ja schon das Rot. Da sind diese Antozyane drin, die hochwirksam sind. Und hat eine ganz stark antioxidative Wirkung, eine positive Wirkung bei Krebserkrankungen, besonders brosteter Krebs. Machen wir hier weiter mit dem Rapsöl, was ein gutes Öl ist wegen der Omega-3-Fettsoren. Und vielleicht noch ein Wort zum Rapskernöl, was hier verwendet wird. Was ist denn da jetzt der Unterschied? Also Rapskernöl wird aus erntefrischer Rapsaat durch kalte Pressung der zuvor geschälten Rapskörner gewonnen. Das heißt, da ist die Schale weg und dann ist das nicht mehr, also das, was viele vielleicht beim kaltgepressen Rapsöl nicht so mögen, dieses bittere, ist da weg. Das heißt, es hat so ein bisschen aromatischeren Geschmack, ist ein bisschen gefälliger, das Rapskernöl. Also jeder, der da so ein bisschen.

SPEAKER_02

Das ist quasi ohne Schale.

SPEAKER_00

Ohne diese schwarze Schale da quasi.

SPEAKER_02

Nicht so gesund, wie gesagt.

SPEAKER_00

Doch, das ist, weil innen das zählt. Also was da innen ist.

SPEAKER_02

Also es ist teurer mit mehr Arbeit. Die müssen geschält werden.

SPEAKER_00

Genau, es ist einfach ein bisschen milder im Geschmack und das verwendet man halt im Salat. Das wird man jetzt nicht zum Braten verwenden, so Drabskernöl. Dann haben wir noch zwei tolle Öle da drin oder als Auswahl das Leinöl, was natürlich den höchsten Anteil an Alphalinolensäure hat, das ist diese Omega-3-Fettsäure, die pflanzliche. Die wird gut in die Zellmembran eingebaut und dort zum Teil auch in die wichtige Omega-3-Fettsäure, die wir normal nur aus dem Fisch bekommen, umgebaut. Die sind auf jeden Fall, also es ist halt ein sehr hochwertiges pflanzliches Öl. Wer über pflanzliche Öle viel Omega-3 haben will, der muss Kleinöl verwenden. Das ist definitiv so. Das Hanföl ist nicht so bekannt, ist aber auch reich an Omega-3 und hat zusätzlich noch eine GLA, Gamma-Linolensäure. Das ist so eine ganz seltene Form, die sehr gute entzündungshemmende Eigenschaften hat und den Hormonhaushalt reguliert. Also deshalb wird das Hanföl im Moment auch so ein bisschen gehypt.

SPEAKER_02

Gamma was? Gamma.

SPEAKER_00

Gamma-Linolensäure, das ist eine Omega-6-Fettsäure, aber eine spezielle, die da.

SPEAKER_02

Und das musst du alles lernen, wenn du das da studierst, wenn du Ernährungsberaterin sein willst.

SPEAKER_00

Ich muss zumindest wissen, was mit den Begriffen anfangen können und so ein bisschen wissen, was die machen und wie die sich chemisch umwandeln. Also wir lernen das im Studium, das ist jetzt aber wirklich schon sehr lange her. Und ich habe diese ganze Biochemie mit Sicherheit auch nicht mehr im Kopf. Aber ich kann es einordnen.

SPEAKER_01

Ich dachte, beim Hanföl sagt die Eva jetzt noch, hat irgendwelche anderen Wirkungen auf den Körper.

SPEAKER_00

Beim Hanföl, nee, da sind dann andere Sachen im Hanf zuständig. Beim Hanföl ist es völlig. Fettstoffwechsel ist echt kompliziert. Also das ist eine ganz komplizierte Geschichte. Also das lässt sich auch manchmal nicht so einfach erklären. Ab und zu, ja. Abend sind es gut. Ja, das meiste, was sie sagen, ist wirklich gut. Manchmal ist mir das ein bisschen zu überpaced, sage ich mal, aber da gehe ich mit mit den meisten Sachen, gehe ich absolut mit.

SPEAKER_01

So, wenn ihr mit der Eva mitgehen wollt, dann geht doch einfach mal in den Stuhl für Nervensberatung.

SPEAKER_00

Genau, es gibt in der Ernährung immer Licht und Schatten. Ich sag euch, wo es Licht ist.

SPEAKER_01

Wahnsinnigüberleitung. Stuhl für Nervensberatung in Oderberg. Peter.

SPEAKER_02

Ja.

SPEAKER_01

Wie bereiten wir jetzt unser wunderbares Rezept hier zu? Was wollen wir nochmal?

SPEAKER_02

Buchweizensalat mit Wurzelgemüse und Granate. Ach ja, genau, das war das. Ja? Und? Ja, toll. Sie hat ja relativ lang gesprochen, schnell gegessen. Das stimmt. Aber die Zubereitung ist auch nicht so schnell wie die letzten zwei, drei Sachen. Aha, Sonne. Also Stufe 1 ist, wir nehmen die Wurzelgemüse, machen die Küchen fertig, machen die auf dem Backblech. Wir inklusive den Zwiebeln und so weiter, ein paar Sinacken, Petersil im Wurzeln. Dann tun wir es ein bisschen würzen.

SPEAKER_01

Ja.

SPEAKER_02

Ein bisschen Öl und schieben die auf dem Backblech. Ich sage jetzt mal circa 20 Minuten, 2x20 Minuten mal zwischendurch wenden. Kommt nicht darauf an, wie groß schneidet es schon, aber im Endeffekt wird es im Backofen gegart. Dann nehmen wir ein bisschen was von dem Rapskernöl, machen wir das in den Topf und da schwitzt man den Buchweizen drin an. Den kann man jetzt leicht ein bisschen anrösten. Und dann gibt man ein bisschen Gemüsefangen, Loberblatt dazu. Kocht es gar. Am besten so 10 Minuten, vielleicht so ein bisschen bei leiser Hitze, mit dem Deckel geht es auch ganz gut. Dann haben wir die Zitrone, die tun wir heute mal heiß abwaschen, damit wir da auch kein Wachs und nichts mehr dran haben. Und dann kann man die Schale von mir aus auch gerne mit dem Messer abschälern und mit dem Spar Schäler. Und dann Streifen schneiden. Das macht den Salat einfach mal ein bisschen anders. Dann tun wir den Saft nach Auspressen, tun wir den vermischen mit Senf, mit Apfelsaft, ein bisschen Salz durch das Frühren. Und dann wird quasi der Buchweizen, wenn der abgetropft ist, wird er da damit vermischt. Ja. Den kann man jetzt entweder ausdampfen lassen, dann hat man halt ein bisschen trocknen oder man kann ihn kalt abspielen. Dann hat man halt ein bisschen Wasser drin. Also Ausdampfer wären wir eigentlich fast lieber. Dann haben wir die gebackenen Gemüse, also gegarten im Ofen, nicht gebacken. Die werden dann quasi unter den Salat gehoben und dann lässt man das eine Stunde lang durchziehen. Jetzt musst du dir vorstellen, dass du quasi dieses Pseudogetreide, wie die Eva gesagt hat. Dann hast du die Zitronenschale drin, hast ein schönes fruchtiges Dressing. Und hast die Ofen gebackenen Gemüse drunter. Also das ist schon cool. Das ist cool, ja. Ich würde es aber nicht kalt stellen. Ich würde es einfach nur stehen lassen. Dann kommen die Granatapfelkerne drüber. Dann kommt der Feldzalat dazu. Und dann ist es gebraucht Cabrot dazu. Das ist einfach schönes Gericht. Jetzt so in den Frühling, na ist es klasse. Schön.

SPEAKER_01

Dann schaut es euch gerne an, wie man es zubereitet. Und das ganze Rezept findet ihr auf unserer Homepage und bei dirpeter-schach.de.

SPEAKER_02

Wir sind klassische Kederer.

unknown

Ja.

SPEAKER_02

Unter anderem und haben natürlich eine Event Location und eine schöne Kochschule. And when es um das Thema Kulinarik and Genuss geht, unser Food Rock Festival in Sommer mitten in der Natur with tollen Köchen, Gastköchen, etc. Also gibt es einiges to see or mal to gucken, was treibt denn der so.

SPEAKER_01

Ja, Peter-scharf.de scharf mit 2F schaut gerne mal vorbei und dann sagen wir schönes Wochenende.